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Wiebolds Zeitreise durch den Ruhrpott oder als man Kultur noch nicht kaufen brauchte . Phantastische Ruhrpottfotos aus dem normalen Leben von Wolfgang Wiebold |
„Das alte Revier“
An einem Ort zwischen Kohlen und Staub, da liegt das Revier und vor Lärm ganz taub. Im Herzen von Deutschland, doch ziemlich im Westen, da schmeckt „dat Pilsken“ dat kannste testen. -
Wo der Kumpel die Kohle frisst, nach der Maloche im Garten noch ist, wo Dortmund und Schalke sich Schlachten schlagen, und Menschen sich über die „Stütze“ beklagen. -
Wo trotz freier Sicht die Lunge noch staubt, der Bierbauch dem Hemde die Knöpfe raubt, wo es in Kneipen noch Erdnüsse gibt, und der Hauer den Steiger noch liebt. -
Wo die Taube den Brief bringt, dem Vater sehr gerne, von Bochum nach Essen, von Bottrop nach Herne, wo’s Pommes Rot-Weiß und Currywurst gibt, wo der Rentner die Kugel ruhig schiebt. -
Wo die Kohle füllt fleißig den Pott, die Zechen bald sterben und werden zu Schrott, wo gern wurd getrunken beim Grillen ein Bier, da war uns’re Heimat, das alte Revier.
© Norbert van Tiggelen Danke an meinen Freund Norbert aus Wanne-Eickel |
Hörbuch-Tip |
Zeitreise in die Tiefe Der ehemalige Bergmann Lothar Köhling erzählt seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Steinkohlenbergbau an der Ruhr in den 60er und 70er Jahren in kleinen, anekdotenhaften Geschichten. Im Zuge der Ruhr 2010 wurde der Autor viele Male zu Lesungen und Vorträgen eingeladen. Dabei unterstützt er seinen Vortrag stets mit typischen Bergbauutensilien wie Helmlampe, Filterselbstretter und einer Pannschüppe, die aufgrund ihrer ausladenden Form von den Bergleuten liebevoll „Weiberarsch“ genannt wird. Dieses Hörbuch ist eine Hommage an ein wichtiges Stück Deutscher Industriegeschichte und die Menschen, die das „Schwarze Gold“ aus der Erde geholt haben. Josef Tratnik, der aus vielen Fernsehfilmen (Tatort, Wilsberg) bekannte und beliebte Schauspieler und Sprecher, verleiht diesem Hörbuch seine Stimme. Dabei kommt ihm zugute, dass er in Gelsenkirchen aufgewachsen ist und eine enge Bindung zum Kohlenpott hat. Er schlüpft in die Rolle des Bergmanns und erzählt die Zeitreise in die Tiefe so, als ob es seine eigenen Erinnerungen wären. Hier kann man das Hörbuch bestellen
--------------------------------------------------------------------- Ich habe die Erinnerungen vom Bergmann Lothar Köhling bereits 2 mal gehört , und bin absolut begeistert .Viele Geschichten hat man als Bergmann genau so oder ähnlich erlebt .Ich kann dieses Hörbuch allen Bergleuten nur wärmstens empfehlen . 14,95 Euro für 2 CD´s sind gut angelegt . |
Inhaltsverzeichnis Ruhrgebiet Rubrik 1......... = Alte Ansichten von Zechen und den alten Industrien , die es nicht mehr gibt und alte Szenen aus dem Ruhrpott , die es so auch nicht mehr gibt . Rubrik 2 = Überlebt - Fördergerüste und Fördertürme im Ruhrgebiet - In Arbeit Rubrik 3.......... = Schachtzeichen Zeche Minister Achenbach in Lünen
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Zechen im Ruhrgebiet und weitere alte Ansichten |
Zeche Rheinpreussen in
Duisburg und Moers 1876-1925 |
Für das Foto vielen Dank an Dieter Thiel,Moers |
Schachtanlage Pattberg in Moers Für das Foto vielen Dank an Dieter Thiel,Moers |
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Zeche Alstaden in Oberhausen
1859-1972. |
Zeche Friedrich Thyssen
in Duisburg 1919-1976 |
Zeche Friedrich Thyssen 1/6 |
Zeche Friedrich Thyssen 2/5 |
Zeche Wehofen in Duisburg
1913-1933 |
Zeche Lohberg in Dinslaken
1914-2005 |
Zeche Walsum in Duisburg
1927-2008 |
Eine der ältesten Aufnahmen .Abteufturm auf der entstehenden Zeche Walsum . |
Zeche Beeckerwerth in
Duisburg 1924-1963 |
Zeche Möller in
Gladbeck 1895-1967 |
Zeche Rheinbaben in
Bottrop 1901-1967 |
Zeche Shamrock in Herne
1860-1967 |
Schachtanlage 3/4/11 -links sieht man das Abteufgerüst für Schacht 11 Schachtanlage 1/2/6/9 |
Schachtanlage 1/2/6/9 Kokerei auf der Hauptschachtanlage 1/2/6/9
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Zeche Waltrop in Waltrop
1905-1979 |
Zeche Westerholt in
Gelsenkirchen-Hassel 1902-2008 |
Zeche Scholven in Gelsenkichen
1911-1963 |
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Zeche Emil Emscher in Essen-Altenessen 1877-1965 Kokshalde ,im Hintergrund ein Schacht der Zeche Emscher1/2 der Zeche Emil-Emscher in Essen-Altenessen Mehr Informationen über das Bergwerk Für das Foto vielen Dank an :Wolfgang Wiebold,Essen |
Für das Foto vielen Dank an :Wolfgang Wiebold,Essen |
Deputatkohle einkellern Während die Ehemänner unter Tage die Kohlen förderten , waren oft die Frauen damit beauftragt , die Deputatkohlen für den Hausbrand einzukellern . Für das Foto vielen Dank an :Wolfgang Wiebold,Essen |
Sommerfrische unterm Förderturm Im Urlaub fahren konnten sich in den 50er und 60er Jahren nicht viele Arbeiterfamilien leisten .Bei schönem Wetter die Sonne im eigenen Garten oder am Kanal zu genießen war angesagt . Für das Foto vielen Dank an :Wolfgang Wiebold,Essen |
Hinterhof in der Kolonie Kinder von Bergarbeiterfamilien im Hinterhof einer Behelfssiedlung der Zeche Samrock in Herne an der Gräffstraße .Diese Notunterkünfte wurden für die zerstörten Wohnhäuser als Ersatz-Wohnraum für die wachsenden Belegschaften nach dem 2.WK aus dem Boden gestampft . |
Hinweis zum Landabsatz Shamrock An der Hoheneickstraße in Herne - Ein Hinweisschild zum Landabsatz der Zeche Shamrock 1/2 |
Landabsatz Shamrock Ein-und Ausfahrt vom Landabsatz Shamrock 1/2 in Herne .Hier holten die Fuhrunternehmer die Deputatkohlen für die Kumpel sowie Koks und Kohlen für andere Verbraucher in Kleinmengen ab .
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Schachtzeichen auf der Zeche Minister Achenbach vom 22.Mai - 30.Mai 2010 |
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1.Tag Schachtzeichen
-22.Mai 2010 |
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Für die Luftaufnahmen vielen Dank an :Reinhold Skrzeba -Recklinghausen |
Samstag ,22.Mai 2010 , 12:00 Uhr Alle Mühen bisher haben sich gelohnt , alle Anspannung löst sich . Es hat alles gut geklappt , und der Ballon steigt auf . Schachtzeichen kann beginnen , und wir freuen uns auf die kommenden Tage . |
Der "Grubenwehrmann a.D.".Mein Freund und Kumpel sowie Betreiber von Victor-Ickern.de , Wolfgang Jerchel in (fast)voller Montur . |
Achenbacher im Gespräch Der ehemalige Inspektor Norbert Brandenburg im Gespräch mit dem ehemaligen Steiger Peter Freiß |
Ein schöner Nebeneffekt von Schachtzeichen . Rechts mein Kumpel Thomas Hoidis .Wir beide haben 1973 als 14-jährige zusammen auf Minister Achenbach unsere Lehre begonnen , und uns einige Jahre nicht mehr gesehen . |
Mein Kumpel Uli Schmidt (li) , der in Brambauer immer die Ohren und Augen offen hält , und viel zum Gelingen dieser Seite beigetragen hat . |
Sonntag , 23.Mai 2010 Den Großvater entdeckt Wolfgang Schmitz aus Brambauer entdeckt seinen Großvater Karl Elbrächter auf einem Mannschaftsfoto von 1902 . Karl Elbrächter begann 1901 als Steiger auf Achenbach . Am 1.2.1902 wurde er zum Reviersteiger befördert , später wurde er auch Fahrsteiger . 1933 stieg er zum Obersteiger auf , und er war stellvertretender Betriebsführer bis zu seinem Ausscheiden am 1.Oktober 1934 .Karl Elbrächter war auf allen damaligen Anlagen , nämlich 1/2 , überwiegend und maßgeblich für die Abteufung und technische Entwicklung auf Schacht 3 sowie Schacht 4 tätig . |
Über den Besuch von Anna und Felix habe ich mich auch sehr gefreut . |
Montag , 24.Mai Leider herrschte starker Wind , und der Ballon mußte kurz nachdem wir ihn hochgelassen hatten , wieder einhgeholt werden . Wir warteten den ganzen Tag , aber der intensive Wind wurde nicht schwächer . Am Abend kam dann doch das Kommando , ab 22:00 durfte der Ballon auf 30 m aufsteigen und wurde beleuchtet . |
Besuch aus Stade Marlis und Klaus , "alte" Brambaueraner , die seit vielen Jahren in Stade leben .Wegen Schachtzeichen und Schützenfest in Elmenhorst kamen sie mal wieder in den Ruhrpott . |
Warten , das der Wind nachläßt .v.l. Wolfgang Schubert , Dieter Kniffka , Franz Ölbracht , Lothar Fälker , Roman Roguszka .
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Und dann kam das Kommando um 22:00 Uhr "Licht an , Ballon hoch auf 30 Meter " Foto:Michael Kuhn |
Foto:Michael Kuhn |
Foto:Michael Kuhn |
Foto:Michael Kuhn |
Zu Besuch in meiner Ausstellung unter dem Colani-Ei . Der ehemalige PS-Direktor von Minister Achenbach , Heinz Tafel und Frau Wurm . |
Vor der Schachthalle . Links mein ehemaliger Steiger im Abbau , Hubert Flick . |
Meine Freunde und Kumpels aus Selm . v.l. Christian Tumbrink , Horst Schröder , Martin Tumbrink . |
Dienstag , 25.Mai Heute war es fast windstill , und zeitweise war der Ballon auf 80 m . Später haben wir ihn auf ca. 40 m gestellt . |
Besuch aus Afrika Charles aus Uganda ist auf Deutschlandvisite und läßt sich natürlich Schachtzeichen nicht entgehen . Heute morgen besuchte er mit seinem Begleiter unsere Ausstellung unter dem Colani-Ei . Ein anschliessendes Schwätzchen auf Englisch hat allen Spaß bereitet , und wir konnten ihm einiges aus der Geschichte der Zeche Minister Achenbach und des Bergbaus im Ruhrgebiet erzählen . |
Lollo Eichenauer machte mit seiner Radfahrtruppe halt auf Schacht 4 . Mit einem leckeren , frisch gezapften kühlen Blonden und einer Wurst vom Grill haben sie sich gestärkt , anschliessend wurde die Fahrt fortgesetzt . |
Mittwoch , 26.Mai |
Zuerst hatten wir den Ballon bis auf 30 m hochgelassen . Dann kam Sturmwarnung per SMS und der Ballon wurde wieder runtergekurbelt . Schulklassen der Kelmschule , Achenbachschule und Realschule Brambauer statteten uns einen Besuch ab , und informierten sich über die Geschichte der Zeche Minister Achenbach und das Arbeitsleben der Bergleute . Es gab viele Fragen der Schüler , das beantworten hat uns viel Spaß gemacht . Schön , das ihr uns besucht habt .. |
Geschichtsunterricht mal anders . Eine Lehrerin erklärt ihrer Klasse vor der Fotowand , wie es in Brambauer mal aussah ,und was unter der Erdoberfläche geschah . |
Donnerstag , 27.Mai |
Helmut , Reinhold , Wolfgang und Michael positionieren den Anhänger mit dem Ballon . |
Heute ist es windstill , und der Ballon wird auf 80 m hochgelassen . |
Mein Kumpel Lefty aus Duisburg hat uns einen Besuch abgestattet . Das hat mich sehr gefreut . |
Heute hatten wir wieder
Besuch von Brambauer und Nordkirchener Schüler . Über Euren
Besuch haben wir uns besonders gefreut . |
Klasse MI 5 , Maximilian-Kolbe-Schule Nordkirchen |
Freitag , 28.Mai Auch heute waren wieder Schulklassen der Kelmschule, Achenbachschule und Realschule Brambauer bei uns zu Besuch . Es hat meinen Kollegen und mir viel Freude bereitet , Euch als Gäste gehabt zu haben . Und wir hoffen , das Euch der Besuch auch ein wenig gefallen hat . Den Ballon hatten wir ab 10:00 auf 30 m hochgelassen , dann kam die SMS , und der Ballon mußte wieder eingeholt werden . |
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Herrliches Gedränge in der Fotoausstellung und viele neugierige Fragen , die gerne von uns beantwortet wurden . |
Helmuts Bratwurststand war mehrmals umlagert . Aber er hat diese Situation sehr gut gemeistert . Hut ab . |
Ein Besuch , der mich sehr erfreut hat Karl-Richard Haarmann , Enkel von Bergassessor Carl Haarmann , dem zweiten Bergwerksdirektor von Minister Achenbach sowie Generaldirektor der Gebr.Stumm AG (1907-1938) und der Sohn von Dr.Ing.Arnold Haarmann , dem dritten Bergwerksdirektor (1934-1951 ) von Minister Achenbach . Herr Haarmann war selbst langjähriger Bergwerksdirektor auf der Schachtanlage Monopol , und dann bis zu seiner Pensionierung in selbiger Funktion auf dem Bergwerk Haus Aden . |
Mit´m Radl da 4 nette Franken mit dem Fahrrad auf Schachtzeichen-Tour haben auch bei uns am Colani-Ei Halt gemacht . |
Samstag , 29.Mai |
Wir hatten viel Glück mit dem Wetter . Die Prognosen hatten keinen Regen versprochen , und so kam es auch . Teilweise blauer Himmel und erträgliche Temperaturen ließen die Besucher in Strömen von nah und fern zum ehemaligen Schacht 4 von Minister Achenbach kommen . Für das leibliche Wohl war gesorgt .Es gab Leckeres vom Grill und Getränke zu zivilen Preisen . Gut besucht war natürlich wie an allen Tagen zuvor die Ausstellung in der Schachthalle mit rund 160 Fotos aus 95 Jahren Minister Achenbach sowie vielen alten Dokumenten und Gegenständen aus meiner Privatsammlung . Dazu waren auch Mineralien aus dem Steinkohlenbergbau und Grubenlampen aus verschiedenen Epochen zu bewundern .Ab 14:00 Uhr begann das Unterhaltungsprogramm mit verschiedenen Künstlern .Besonders hervorheben will ich meine Freunde Rudy Cash aus Essen , Frank Baier aus Duisburg , Karin Boehm aus Gelsenkirchen und Friedhelm Wessel aus Herne und Ihnen an dieser Stelle noch einmal DANKE sagen . |
Samstag morgen .Der Ballon schwebt über dem Colani-Ufo . |
Nach über 30 Jahren wieder getroffen . Mein "alter" Meisterhauer im Lehrrevier 29 bis 1976 , Paul Hildebrandt ( Mitte) , der in vielen gemeinsamen Schichten versucht hat , mir das bergmännische Arbeiten beizubringen sowie der Leiter der Ausbildungswerkstatt ü.T .Franz Ölbracht (Rechts) , bei dem ich 1973 die Metallbearbeitung vermittelt bekam. |
Mein Freund und Kumpel sowie der Betreiber der Seite zechensuche.de , Peter Kitzow aus Rietberg bei Gütersloh hat mich auch besucht . |
Mein Freund Rudy Cash aus Essen , ein ehemaliger Bergmann , sang seine Lieder und unter anderem auch "1000 Feuer sind erloschen " und erzeugte mit diesem Lied bei vielen eine Gänsehaut . Danke Rudy |
Frank Baier aus Duisburg sang aus seinem Repertoire und begleitete die Ruhrpottautoren Karin Boehm und Friedhelm Wessel musikalisch bei ihrer Lesung |
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Für mich ein einmaliges Erlebnis . Frank Baier und ich sangen im Duett ein Lied , das vor über 20 Jahren von einem Achenbacher Bergmann zur Melodie von "Keinen Tropfen im Becher mehr " geschrieben wurde . |
Ab 22:00 Uhr wurden
die Ballons noch einmal beleuchtet . |
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Foto vom 28.5.2010 mit freundlicher Genehmigung von Günter Blaszczyk ,Westfälische Rundschau Lünen |
Bericht vom 28.5.2010 mit freundlicher Genehmigung von Carmen Thomaschewski von der Westfälischen Rundschau Lünen |
Presse über Schachtzeichen in Lünen und Brambauer
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Ruhrpott-Musiker |
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Rudy Cash , der im bürgerlichen Leben Reinhold Kämmerer heißt , ist ein ehemaliger Bergmann und Vollblutmusiker . Als Schüler bekam er die erste Gitarre geschenkt . Seine musikalische Laufbahn fing in einem Bergmannsquartett an , das es ordentlich rocken liess . Im Alter von 13 Jahren begann Rudy Cash 1963 eine Lehre auf der Zeche Fritz in Altenessen , die er auf Wilhelmine Victoria in Gelsenkirchen Heßler fortsetzte und 1967 beendete . Nach der Schließung der Zeche wurde er 1973 zur Zeche Hugo in Gelsenkirchen Buer verlegt , und malochte dort bis 1998 unter Tage . Die Liebe zur Musik hat ihn aber nie losgelassen . Im Jahr 2002 erschien sein Lied "Wir heben unsere Tassen " , das in Belgien von einem Radiosender mit der goldenen Stimmgabel ausgezeichnet wurde . 2005 gründete er mit Dirk Kraft das Duo "Lattenschuß" . Zahlreiche Auftritte zu verschiedenen Anlässen haben Rudy Cash zu einer Ruhrpott-Größe werden lassen .
Musikalische Kostproben von Rudy Cash unbedingt mal anklicken und geniessen Weihnachtszeit ( Rudy und seine Enkel )
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